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Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Eugen Krynke 2004-12-11 20:40:59

Hallo Leute,

ich habe vor einigen Jahren mit der Anschaffung eines Reiserades
geliebäugelt. Ich dachte, dies müsste die eierlegende Wollmilchsau sein,
mit der man für Fahrten in der Stadt, auf Waldwegen und auf Touren am
besten gerüstet ist. Ich habe mich dann aber für ein frontgefedertes
Mountain-Bike entschieden, weil ich die meisten Kilometer doch im Wald
und in meiner Freizeit unterwegs bin.

Nun überlege ich, ob man ein Mountain-Bike zum geländetauglichen
Reiserad umbauen kann oder ob für Reisen ein Reiserad und nichts als ein
Reiserad die bessere Wahl ist. Wie denkt ihr darüber? Und wie definiert
Ihr ein Reiserad?

Gruß, Eugen.

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

. 2004-12-12 09:49:27

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Roland Mosler 2004-12-12 09:49:27

Eugen Krynke wrote:

> Nun überlege ich, ob man ein Mountain-Bike zum geländetauglichen
> Reiserad umbauen kann oder ob für Reisen ein Reiserad und nichts als ein
> Reiserad die bessere Wahl ist.

Hängt vom MTB ab und wie Du reisen willst.
Wenn Du Dein Gepäck drankriegst und darauf paar Stunden bequem sitzen
kannst, ist es geeignet. Wenn Du nach ein paar Wochen immer noch Spaß am
Reisen hast, ist es gut.

Anderfalls brauchst Du zum Reisen ein anderes Rad.

> Und wie definiert Ihr ein Reiserad?

Ein Rad mit dem man Reisen kann und es auch tut.

Gruß aus Jerusalem

Roland

--
Reise durch das Globale Dorf - http://www.ImpetusInMundum.de
Größte Bildersammlung einer Radreise im Netz

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Arno Welzel 2004-12-12 14:09:49

Eugen Krynke wrote:

> Nun überlege ich, ob man ein Mountain-Bike zum geländetauglichen
> Reiserad umbauen kann oder ob für Reisen ein Reiserad und nichts als ein
> Reiserad die bessere Wahl ist. Wie denkt ihr darüber? Und wie definiert
> Ihr ein Reiserad?

Ein "Reiserad" ist eben besonders gut zum Reisen geeignet. Ob das nun
ein entsprechend angepasstes MTB oder eher ein spezielles Tourenrad ist,
spielt dabei keine Rolle. Die Übersetzungen bei einem MTB könnten aber
problematisch werden, da MTBs meist weniger auf Geschwindigkeit, sondern
eben auf Geländetauglichkeit ausgelegt sind. Evtl. ist auch ein
grösseres Kettenblatt vorne sinnvoll, da man 11er-Ritzel recht schnell
verschleisst und es günstiger ist, mit einem grösseren Ritzel und
entsprechend grossem Kettenblatt zu fahren.

Sonst noch - passende Bereifung (keine grobstolligen Geländeteile,
sondern eher was strassentaugliches), ein passender Sattel, auf dem man
auch mal mehrere Stunden verbringen kann, ggf. ein passender Lenker mit
variablen Griffmöglichkeiten, ausreichend Möglichkeiten zur
Gepäckmitnahme - also mindestens Gepäckträger und ggf. noch Lowrider
etc. und zu guter letzt ein fest montiertes Licht mit Dynamo. Auf
längeren Touren kann man Akkus meist schlecht aufladen ;-)

Festmontierte Schutzbleche, evtl. mit Schmutzlappen vorne, könnten auch
Sinn machen, wenn man sich bei Regen nicht komplett einsauen will. Die
Steckdinger sind oft nur eine Notlösung, die nicht wirklich effektiv ist.


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
CD/DVD-Datenbank: http://arnowelzel.de/rwinfo/
EMail: usenet-nospam@arnowelzel.de

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez "Christian Volk" 2004-12-13 01:04:30

Arno Welzel wrote:

> Sonst noch - passende Bereifung (keine grobstolligen Geländeteile,
> sondern eher was strassentaugliches)
Slicks. Bester Grip, geringster Rollwiderstand,
höchster Fahrkomfort (vor allem auf glattem Asphalt sehr schön).

> Festmontierte Schutzbleche, evtl. mit Schmutzlappen vorne, könnten
> auch Sinn machen, wenn man sich bei Regen nicht komplett einsauen
> will.
Und auch dabei helfen Slicks: Viel weniger Spritzwasser.

Gruß,

Christian

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Martin Klaiber 2004-12-13 13:56:14

Eugen Krynke wrote:

> ich habe vor einigen Jahren mit der Anschaffung eines Reiserades
> geliebäugelt. Ich dachte, dies müsste die eierlegende Wollmilchsau
> sein,

Das vielleicht nicht, ist aber schon recht universell.

> mit der man für Fahrten in der Stadt, auf Waldwegen und auf Touren am
> besten gerüstet ist. Ich habe mich dann aber für ein frontgefedertes
> Mountain-Bike entschieden, weil ich die meisten Kilometer doch im Wald
> und in meiner Freizeit unterwegs bin.

> Nun überlege ich, ob man ein Mountain-Bike zum geländetauglichen
> Reiserad umbauen kann

Grundsätzlich schon. Da Du aber explizit geländetaugliches Reiserad
schreibst, schwebt Dir vermutlich ein Einsatzprofil vor, das sich von
klassischen, straßenorientierten Reiserädern unterscheidet. Ich schlage
deshalb vor, dass Du etwas genauer definierst, was Du vorhast.

Problematisch ist IMHO bei Dir die Federgabel, dafür brauchst Du
entweder spezielle Lowrider oder eine neue Starrgabel, zumindest
dann, wenn Du mit vier Gepäcktaschen reisen willst. Ansonsten sind
gute Gepäckträger (ich empfehle tubus), ein bequemer Lenker und
Sattel Pflicht. Der Rahmen sollte verwindungssteif sein und genügend
Anlötsockel bieten. Ein, besser zwei Trinkflaschenhalter sind
sinnvoll. Eine Lenkertasche mit Kartenhalter ist auch angenehm.

Dynamolicht ist Batterielicht vorzuziehen, überhaupt sollte alles
einfach aber zuverlässig und die Ersatzteilversorgung gesichert sein,
also keine exotischen Bremsen oder Schaltungen verwenden, außer Du
schleppst genügend Ersatzteile mit oder kannst sicherstellen, dass
davon nichts kaputt geht. Die Übersetzung solltest Du an das Profil
der Strecke und Deine Bedürfnisse anpassen. Als Reifen hat sich der
klassische Marathon seit Jahren bewährt. Als Felgen empfehlen sich
robuste Kastenfelgen oder leichtes V-Profil und 36 DD-Speichen.

Im Prinzip also nichts außergewöhnliches, nur sollte alles einfach
und robust sein. Sinnvoll ist es, darauf zu achten, dass sich alles
einfach reparieren lässt und man wenig Werkzeug braucht. Also z.B.
überall Inbus-Schrauben verwenden, dann kann man den Schraubendreher
zu Hause lassen oder braucht nur einen kleinen für die Stellschrauben
an der Schaltung, o.ä.

> oder ob für Reisen ein Reiserad und nichts als ein Reiserad die
> bessere Wahl ist.

Reisen kann man grundsätzlich mit jedem Rad, mit dem einen besser, mit
dem anderen schlechter. Man kann auch mit dem Rennrad reisen, nur ist
man dann eben beim Gepäck limitiert.

> Wie denkt ihr darüber?

Das wichtigste ist, dass Du reist, egal womit. Die besten Ideen dazu,
was Du brauchst, oder was an Deinem vorhandenen Equipment noch nicht
passt, kommen ohnehin unterwegs.

> Und wie definiert Ihr ein Reiserad?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Die einen mögen es rennradähnlich,
andere benutzen lieber ein Liegerad. Schreibe lieber, was Dir wichtig
ist. Was Du genau willst, weißt Du ohnehin erst, nachdem Du ein paar
Mal verreist warst.

Martin

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Eugen Krynke 2004-12-13 19:05:03

Martin Klaiber schrieb:

> [...] dass Du etwas genauer definierst, was Du vorhast.

Radreisen im hügeligen Terrain, wann immer möglich abseits der
Autostraßen aber kein extremes Gelände. Eher Feld- und Waldwege, leichte
Schotterstrecken. Auch keine Fahrten abseits der Zivilisation, was
sicher das notwendige Gepäck reduziert. Übernachtung in Pensionen.

> Problematisch ist IMHO bei Dir die Federgabel, dafür brauchst Du
> entweder spezielle Lowrider oder eine neue Starrgabel

So fangen die Probleme an. Außerdem hatte ich mir damals einen
Carbonrahmen gegönnt und natürlich gibt es da keinerlei
Befestigungsmöglichkeiten. Und ob man da einfach so alles mögliche
anklemmen darf, weiß ich auch nicht. Aber damals hatte ich auch nicht
vor, mit dem Rad auf Reisen zu gehen.

Habt Ihr Erfahrungen mit Anhängern? Dann könnte das Rad fast so bleiben
wie es ist. Oder kosten die zuviel Kraft und zwingen mich auf den
Asphalt?

Gruß, Eugen.

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Eugen Krynke 2004-12-13 19:05:05

Arno Welzel schrieb:

> Die Übersetzungen bei einem MTB könnten aber
> problematisch werden, da MTBs meist weniger auf Geschwindigkeit, sondern
> eben auf Geländetauglichkeit ausgelegt sind

MTB-typisch habe ich als größte Übersetzung 42/11. Ich hielt das
eigentlich für recht anspruchsvoll, wenn es nicht gerade bergab geht.
Welche Kombination empfiehlt sich denn so für einen Radler wie mich, der
seine Leistung bei 100 - 200 Watt ansiedelt. Extremes Gelände will ich
nicht fahren, eher hügelig und wenn möglich abseits der Autostraßen.

Gruß, Eugen.

Reiserad - ein Rad fuer alle Faelle

napisane przez Martin Klaiber 2004-12-13 20:39:01

Eugen Krynke wrote:
> Martin Klaiber schrieb:

>> [...] dass Du etwas genauer definierst, was Du vorhast.

> Radreisen im hügeligen Terrain, wann immer möglich abseits der
> Autostraßen aber kein extremes Gelände. Eher Feld- und Waldwege, leichte
> Schotterstrecken. Auch keine Fahrten abseits der Zivilisation, was
> sicher das notwendige Gepäck reduziert. Übernachtung in Pensionen.

Klar, das reduziert das Gepäck enorm. Ich denke bei Radreise auch (und
gerade) an Zelt, Kocher, Isomatte/TAR, Schlaftüte, usw.

Wenn Du schnell trocknende Funktionskleidung wählst, dann kommst Du
fast mit dem aus, was Du ohnehin täglich trägst. Das wäschst Du abends
in der Pension und spätestens am nächsten Morgen ist es trocken. Als
zusätzliches Gepäck hättest Du dann nur noch das, was Du beim Schlafen
tragen willst, eine Windstopperjacke, o.ä. (reicht auch gegen leichten
Regen), falls es kalt werden kann etwas langärmliges und evtl. wärmere
Handschuhe. Wenn Du willst, auch noch Beinlinge, o.ä., das hängt davon
ab, wie die Witterung ist, und was Du aushalten kannst oder willst.

Wenn Du auch ausgehen und dabei nicht Deine Radklamotten tragen willst,
dann käme das noch dazu. Ansonsten halt das Übliche: Wasch-/Rasierzeug,
Zahnbürste, usw. Das gibt es alles auch im Reiseformat und packt dann
recht klein. Handtücher soll es auch als schnelltrocknende Kunstfaser
geben, habe ich aber keine Erfahrung mit.

>> Problematisch ist IMHO bei Dir die Federgabel, dafür brauchst Du
>> entweder spezielle Lowrider oder eine neue Starrgabel

> So fangen die Probleme an.

Da Du wenig Gepäck hast, brauchst Du keine Lowrider.

> Außerdem hatte ich mir damals einen Carbonrahmen gegönnt und natürlich
> gibt es da keinerlei Befestigungsmöglichkeiten. Und ob man da einfach
> so alles mögliche anklemmen darf, weiß ich auch nicht.

Es gibt größere Satteltaschen, z.B. von Carradice. Und Gepäckträger,
die man an die Sattelstütze klemmen kann (sie sollte dann vermutlich
nicht aus Carbon sein). Müsstest Du selbst mal schauen, wieviel Gepäck
oder Gewicht damit möglich ist, ich benutze nichts davon.

Martin


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