Andreas Borutta schrieb:
>Harald Meyer schrieb:
>
>>>Ein verstellbarer "Speedbone" ist also bei einem
schrägen Ausfallende
>>>zwingend notwendig bei der Verwendung der OEM2 Platte.
>>>
>> Falscher Gedanke.
>>
>> Die OEM2-Achsplatte taugt nicht für horizontale Ausfaller, wenn
>> gleichzeitig auf den Kettenspanner oder Exzentertretlager verzichtet
>> werden soll.
>
>Nehmen wir an die Prämisse lautet: "Kette spannen durch
Verschieben
>der Nabe im schrägen Ausfallende."
>Was spricht denn gegen einen verstellbaren "Speedbone"?
>
Dass man Drehmomente tunlichst nicht an variablen Punkten abfängt, es
sei denn, jeder dieser Punkte ist gleichermaßen geeignet. Der Rohloff
Speedbone stützt sich über die fixen Befestigungspunkte der Scheiben-
bremsaufnahme ab, aber du müßtest für deinen verstellbaren
Speedbone
Langlöcher haben. Bei Schräghorizontalausfallern je ein horizontales
und vertikales, da sich im Schrägausfaller beide Werte bei Korrektur
der Kettenlängung ändern. Sonderachsplatte mit Langloch bei dieser
Betrachtung mal aussen vor gelassen. Vielleicht habe ich aber auch
nur deine Konstruktionsabsicht nicht richtig verstanden.
Bei der langen Drehmomentstütze wird Rohloff das vermutlich hinreichend
eruiert haben, aber inwiefern dein spezieller Rahmen bei Verwendung der
OEM2-Platte UND wechselnden Abstützpunkten geeignet ist, mußt du
selbst
beurteilen. Außerdem halte ich das für unnütze Bastelei. YMMV
>> Bei deinem hier beschriebenen Projekt würde ich es für
sinnvoller halten,
>> nach einem passenden Rahmen Ausschau zu halten...
>
>Das würde ich als Kapitulation empfinden ;) Daher kommt es nur als
>allerletzter Ausweg in Frage.
>
Eine technisch unbefriedigende Lösung als Bestätigung der
Bastelkünste?
Das käme für mich als Allerletztes in Frage - einklich gar nicht.
>Und wenn ich mich für den Kauf eines neuen Stahlrahmens entscheide,
>dann folgt daraus, dass die Suche danach Monate dauern würde.
Ja, das kenne ich. Ich wurde deswegen schon als "überkandidelter
Spinner"
bezeichnet. Mein 26"-Reiserad war ein 1,25-Jahre-Projekt. Dafür hatte
es
aber an jeder Stelle die Teile, die ICH haben wollte. Keine Kompromisse!
>Denn ich gebe mich sicher nicht nur mit der Eignung für die Speedhub
>zufrieden, sondern wünsche mir die Erfüllung möglichst
vieler der
>angesammelten Begehren.
>
Verständlich. Bei mir waren schlußendlich alle meine Bedingungen
erfüllt,
die ein gutes Reiserad ausmachen sollten und ich war stolz, wie Oskar,
als ich es komplett aufgebaut zur Probefahrt aus meiner Werkstatt rollte,
um dann ganz am Ende festzustellen, daß am Steuerrohr einklich ein
Anlöt-
teil Namens Pumpenspitze hätte sitzen sollen... Shift happens, oder so.
Die nachträglich gehäkelte Lösung ist aber auch nicht schlecht.
;o]
Beste Grüße -Harald-
--
"IcH fInDe AuCh, dAsS eS nIcHt So WiChTig IsT, eInEn TeXt In KoRrEcKtEr
gRoSs- Und KlEiNsChReIbUnG zU vErFaSsEn, Da DiEs DeR LeSbArKeIt KaUm
AbBrUcH tUt UnD zUdEm AuSdRuCk MeInEr InDiViDuAlItAeT iSt."
[*Joachim Kromm in dsnu*]
Harald Meyer schrieb:
>
> Verständlich. Bei mir waren schlußendlich alle meine
Bedingungen erfüllt,
> die ein gutes Reiserad ausmachen sollten und ich war stolz, wie Oskar,
> als ich es komplett aufgebaut zur Probefahrt aus meiner Werkstatt rollte,
> um dann ganz am Ende festzustellen, daß am Steuerrohr einklich ein
Anlöt-
> teil Namens Pumpenspitze hätte sitzen sollen...
Möchest du eine garantiert ungebrauchte, grün lackierte Pumpenspitze
:-?
--
Gerald | o/\,/\o ^ ^ ^
| (.(.) | | |
| =( o )= |
| W B
Harald Meyer schrieb:
>>> Die OEM2-Achsplatte taugt nicht für horizontale Ausfaller,
wenn
>>> gleichzeitig auf den Kettenspanner oder Exzentertretlager
verzichtet
>>> werden soll.
>>
>>Nehmen wir an die Prämisse lautet: "Kette spannen durch
Verschieben
>>der Nabe im schrägen Ausfallende."
>>Was spricht denn gegen einen verstellbaren "Speedbone"?
>>
> Dass man Drehmomente tunlichst nicht an variablen Punkten abfängt, es
> sei denn, jeder dieser Punkte ist gleichermaßen geeignet. Der
Rohloff
> Speedbone stützt sich über die fixen Befestigungspunkte der
Scheiben-
> bremsaufnahme ab, aber du müßtest für deinen verstellbaren
Speedbone
> Langlöcher haben. Bei Schräghorizontalausfallern je ein
horizontales
> und vertikales, da sich im Schrägausfaller beide Werte bei Korrektur
> der Kettenlängung ändern. Sonderachsplatte mit Langloch bei
dieser
> Betrachtung mal aussen vor gelassen. Vielleicht habe ich aber auch
> nur deine Konstruktionsabsicht nicht richtig verstanden.
Doch Du hast mich richtig verstanden. Ich dachte an einen "Speedbone"
mit zwei Langlöchern.
Ob die Reibung eines solchen - bisher nur auf dem Papier existenten -
gebosselten "Speedbone" an den zwei Kontaktstellen (Gewindeaugen) zum
Rahmen das Moment sicher aufnehmen kann, vermag ich nicht
vorherzusagen.
Daher hier meine Nachfrage mit der Bitte um Eure Einschätzung.
Noch stehen solchen Lösungen eh meine höchst mangelhaften
Lötfähigkeiten im Weg.
Heute habe ich beim Üben Probestücke aus Eisen gar nicht heiß
genug
bekommen, dass das Silberlot schmolz.
Vielleicht habe ich auch den Sauerstoffanteil zu hoch gestellt, was zu
einer zu schnellen Oxidation geführt hat und so die Benetzung
verhinderte.
Ein anderes Mal schmolz mein Werkstück aus Messing ;)
Da wird also noch einige Zeit vergehen, bis ich mich an einen
Fahrradrahmen wage.
>>Das würde ich als Kapitulation empfinden ;) Daher kommt es nur als
>>allerletzter Ausweg in Frage.
>>
> Eine technisch unbefriedigende Lösung als Bestätigung der
Bastelkünste?
> Das käme für mich als Allerletztes in Frage - einklich gar
nicht.
Technisch Unbefriedigendes kommt für mich auch nicht in Frage.
Aber die lange Drehmomentstütze ist mir unsympathisch.
>>Und wenn ich mich für den Kauf eines neuen Stahlrahmens
entscheide,
>>dann folgt daraus, dass die Suche danach Monate dauern würde.
>
> Ja, das kenne ich. Ich wurde deswegen schon als "überkandidelter
Spinner"
> bezeichnet. Mein 26"-Reiserad war ein 1,25-Jahre-Projekt. Dafür
hatte es
> aber an jeder Stelle die Teile, die ICH haben wollte. Keine Kompromisse!
:)
Vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit, dass ich mir Deinen
Rahmen als Inspiration ansehen darf - wenn ich mal wieder bei meinen
Freunden bei Dir um die Ecke bin.
Andreas
--
http://borumat.de/rad/kampagnen-gegen-radwegebenutzungspflicht
http://borumat.de/rad/diebstahlschutz
http://borumat.de/galerien/transportangelegenheiten/
Andreas Borutta wrote:
> Harald Meyer schrieb:
...
> Heute habe ich beim Üben Probestücke aus Eisen gar nicht
heiß genug
> bekommen, dass das Silberlot schmolz.
> Vielleicht habe ich auch den Sauerstoffanteil zu hoch gestellt,
Wat lötest Du auch mit 0,1er Goldschmiededüschen...
> was zu
> einer zu schnellen Oxidation geführt hat und so die Benetzung
> verhinderte.
>
> Ein anderes Mal schmolz mein Werkstück aus Messing ;)
Kenn ich, passiert selbst mit UTP3040M. Erstrecht, wenn die Schraubzwinge,
die den Messingklotz als Bremszangenträger festhält, da noch Kraft
auswirkt...
BTW: Ohne Garantie zu geben, bei mir funktioniert es hinreichend, die
Eindellung zwischen den beiden Schrauben für die normale
Drehmomentstütze
als Drehmomentstütze zu mißbrauchen.
Siehe auch
http://www.enhydralutris.de/Fahrrad/HPV-Bilder/OlafSchultz/Flevo
2
FlevoSchwinge500DB 1.jpg
http://www.enhydralutris.de/Fahrrad/HPV-Bilder/OlafSchultz/Flevo
2
P2130132 s.JPG
Olaf