Klaus Mueller schrieb
> In der heutigen Ausgabe der Erlanger Nachrichten findet sich eine
> "Unfallmeldung":
> <http://www.erlanger-nachrichten.de/artikel.asp?artr3889&kat=19>
> ...
<Beschreibung der Verkehrsverhältnisse>
> ...
> Wie liest sich die Meldung jetzt?
Ich frage mich, wie schnell der Bus eigentlich war, wenn er "langsam"
(!
Zitat aus der Meldung) anfuhr, ein Radfahrer unmittelbar kreuzte und der
Busfahrer eine Vollbremsung hinlegen musste.
Desweiteren, was denn diese Sicherheitsscheibe eigentlich so aushält.
Offenbar ein Produkt aus der Wrdlbrmpfd Forschung.
Und warum der Busfahrer überhaupt anfuhr, wenn die alte Dame gerade
dabei war, ihre Fahrkarte zu entwerten.
Und warum hatte der Busfahrer bei einer Vollbremsung noch die Zeit und
den Drang zu Hupen?
Selbst *wenn* der Radfahrer dort unerlaubt kreuzte, weil er Nachrang
hatte - offensichtlich kam das mir bekannte Fahrverhalten der meisten
Busfahrer hinzu. Rinn in die Bremsen - Rein in die Haltebucht - Halt -
Druff aufs Pedal, sobald der letzte Fahrgast gerade mal die Treppe
berührt hat ;)
Offensichtlich ist auch, dass der Autor wohl eher selten bis gar nicht
der ÖPNV nutzt ;)
Peter
Bernd Sluka wrote:
> Am Thu, 8 Nov 2007 04:39:21 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> > Bernd Sluka wrote:
> > > Am Wed, 7 Nov 2007 12:30:25 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> > > > Dirk Wagner wrote:
> > > >
> > > > > Da steht nirgens, aus welcher Richtung der Radfahrer
kam...
> > > >
> > > > Das spielt zunächst mal für den Nachrang des
Busses keine Rolle.
> > >
> > > Wenn beide gleichzeitig eingefahren sind, dann haben sie
aufeinander
> > > Rücksicht zu nehmen und Gefährdung gegenseitig
auszuschließen. Soll
> > > heißen: Hat der Radfahrer die Sedanstraße gequert
als der Bus gerade
> > > angefahren war, dann haftet er aus Fehlverhalten. Es kommt also
schon
> > > darauf an, von welcher Richtung in welche Richtung er fuhr.
> >
> > Nach dem was ich aus Nachfragen herausgekriegt habe fuhr der
Radfahrer
> > in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.
>
> Davon schrieb ich nicht. Himmeslrichtungen und die Angabe, aus welcher
> Straße und auf welcher Straßenseite er fuhr wären
hilfreicher. Ebenso,
> ob er an der Kreuzung querte.
Nord-Süd-Richtung an der Einmündung, also im Bild von oben nach
unten,
der Furt folgend.
Klaus
--
Rad weg! - der wahre Sinn der Radwege
http://www.radwegweg.info
FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Klaus Mueller wrote:
> [...]
>
> Das war eine Temporärmontage zur Erprobung. Inzwischen befindet sie
sich
> da, wo sie am sinnvollsten einsetzbar ist, nämlich links.
Ah, alles klar - danke!
Gruß, Hans
Am Wed, 07 Nov 2007 11:38:31 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> <http://www.erlanger-nachrichten.de/artikel.asp?artr3889&kat=19>
Zitat: "Eine 79 Jahre alte Frau, die gerade ihre Fahrkarte entwerten
wollte, konnte sich nicht mehr festhalten..."
Mann, was fuer ein ruecksichtsloser Busfahrer!
--
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!
<http://www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php>
Peter Fronteddu wrote:
> [...]
>
> Ich frage mich, wie schnell der Bus eigentlich war, wenn er
"langsam" (!
> Zitat aus der Meldung) anfuhr, ein Radfahrer unmittelbar kreuzte und der
> Busfahrer eine Vollbremsung hinlegen musste.
Eine Vollbremsung kannst Du aus jedem Tempo machen - selbst bei leichtem
Daherrollen muß man nur abrupt genug bremsen, um alte Damen kippen zu
lassen. Durch die plötzliche Bremsung merkt sie zu spät, daß
ihr
Schwerpunkt sich nicht mehr oberhalb der Standfläche befindet, kann das
nicht mehr kompensieren, und die Kombination aus Trägheitsmoment und
Schwerkraft bringt sie in eine unangenehme Lage.
Interessant dürfte dann die Frage sein, warum die Vollbremsung erfolgen
mußte. Da gibt es eigentlich nur zwei plausible Möglichkeiten:
- Der Busfahrer fährt mit dem Tran und der Gewohnheit von einigen
Dutzend Dienstjahren einfach los, wie er schließlich immer losfährt,
sieht den Radfahrer in letzter Sekunde (der war bisher noch nie da) und
tritt vor Schreck mit aller Kraft in die Eisen: Kurzzeitige
Unaufmerksamkeit.
- Der Busfahrer sieht den Radfahrer schon lange vorher, ist sich aber
sicher, daß die paar Tonnen Bus ein gewichtiges Argument sind, denkt
sich "Wer bremst, hat Angst" und fährt los wie immer. Der
Radfahrer hat
keine Angst, sondern Vertrauen in die Verkehrsregeln, der Busfahrer
ängstigt sich schließlich doch, aber um den entscheidenden Moment zu
spät, um noch elegant genug zum Stehen zu kommen: Was oft funktioniert,
funktioniert eben nicht immer.
Daß der Busfahrer gehupt hat, spricht deutlich für Variante zwei und
gegen Variante eins.
Gruß, Hans
Hans Altmeyer wrote:
> Interessant dürfte dann die Frage sein, warum die Vollbremsung
erfolgen
> mußte. Da gibt es eigentlich nur zwei plausible Möglichkeiten:
>
> - Der Busfahrer fährt mit dem Tran und der Gewohnheit von einigen
> Dutzend Dienstjahren einfach los, wie er schließlich immer
losfährt,
> sieht den Radfahrer in letzter Sekunde (der war bisher noch nie da) und
> tritt vor Schreck mit aller Kraft in die Eisen: Kurzzeitige
> Unaufmerksamkeit.
>
> - Der Busfahrer sieht den Radfahrer schon lange vorher, ist sich aber
> sicher, daß die paar Tonnen Bus ein gewichtiges Argument sind, denkt
> sich "Wer bremst, hat Angst" und fährt los wie immer. Der
Radfahrer hat
> keine Angst, sondern Vertrauen in die Verkehrsregeln, der Busfahrer
> ängstigt sich schließlich doch, aber um den entscheidenden
Moment zu
> spät, um noch elegant genug zum Stehen zu kommen: Was oft
funktioniert,
> funktioniert eben nicht immer.
>
> Daß der Busfahrer gehupt hat, spricht deutlich für Variante
zwei und
> gegen Variante eins.
Auch die Totalzerstörung der durchaus massiven Scheibe neben dem
Einstieg spricht für diese Variante. Immerhin sind die Scheiben so
dimensioniert, dass sie allerhand aushalten, werden sie doch schließlich
von den Einsteigern regelmäßig massivst angerannt, sowohl mit
flächiger
als auch mit punktueller Beanspruchung.
Klaus
--
Rad weg! - der wahre Sinn der Radwege
http://www.radwegweg.info
FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Am Thu, 8 Nov 2007 18:29:01 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> Bernd Sluka wrote:
>
> > Am Thu, 8 Nov 2007 04:39:21 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> > > Bernd Sluka wrote:
> > > > Am Wed, 7 Nov 2007 12:30:25 +0100 schrieb Klaus Mueller:
> > > > > Dirk Wagner wrote:
> > > > >
> > > > > > Da steht nirgens, aus welcher Richtung der
Radfahrer kam...
> > > > >
> > > > > Das spielt zunächst mal für den Nachrang des
Busses keine Rolle.
> > > >
> > > > Wenn beide gleichzeitig eingefahren sind, dann haben sie
aufeinander
> > > > Rücksicht zu nehmen und Gefährdung gegenseitig
auszuschließen. Soll
> > > > heißen: Hat der Radfahrer die Sedanstraße
gequert als der Bus gerade
> > > > angefahren war, dann haftet er aus Fehlverhalten. Es kommt
also schon
> > > > darauf an, von welcher Richtung in welche Richtung er fuhr.
> > >
> > > Nach dem was ich aus Nachfragen herausgekriegt habe fuhr der
Radfahrer
> > > in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.
> >
> > Davon schrieb ich nicht. Himmeslrichtungen und die Angabe, aus
welcher
> > Straße und auf welcher Straßenseite er fuhr wären
hilfreicher. Ebenso,
> > ob er an der Kreuzung querte.
>
> Nord-Süd-Richtung an der Einmündung, also im Bild von oben nach
unten,
> der Furt folgend.
Mit dieser Kenntnis hast Du recht mit Deiner Einschätzung über den
Verursacher. Der Radfahrer hatte Vorfahrt. Im Unrecht bist Du aber
weiterhin mit Deiner Bemerkung oben, denn es kommt selbstverfreilich auf
die Richtung an.
--
A || Bernd Sluka
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A A uu || ooo Ihren Arzt, die Umwelt oder Ihre Kinder
Klaus Mueller schrieb:
> Wie liest sich die Meldung jetzt?
Die las sich schon vorher merkwürdig. Selbst wenn ich als Radfahrer oder
Fussgänger durch planfreies Verhalten die Vollbremsung eines Kfz
provoziere - ohne "äussere" Unfallmerkmale (Kollision)
würde doch
niemand davon ausgehen dass es innerhalb eines Kfz Verletzte gegeben
hat, oder?
Andreas