Jens Müller schrieb:
> Ich find es gut, daß die 90k unfallfreien Kilometer zitiert wurden,
ohne
> die Angabe in Zweifel zu ziehen. Das schaffen nicht viele Autofahrer.
Hm. Bei 45 Millionen PKWs und 2,2 Millionen polizeilich erfassten
Unfällen komme ich auf eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 5%,
innerhalb eines Jahres in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden.
Legt man eine durchschnittliche jährliche Fahrleistung von 12000km
zugrunde, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 90000km in
einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, bei knapp 40%
(900000/12000=7,5; 7,5x57,5)
Das wiederum bedeutet, dass die Chance, 90000km unfallfrei
zurückzulegen, für den durchschnittlichen Autofahrer bei über
60% liegt.
Es düften also einige -zig Millionen Autofahrer dieses Ziel erreichen.
Das nennst du nicht viele?
Andreas
Max Sievers schrieb:
>> Daran besteht kein Zweifel. Die Polizei darf jederzeit jedermann
>> anhalten um eine Fahrzeugkontrolle durchzuführen. Dazu muss kein
>> besonderer Grund vorliegen.
>
> Ich bin dagegen. In den USA ist dies übrigens nicht erlaubt.
Auf dem Papier. In der Realität hört der Fahrer dann statt
"allgemeine
Verkehrskontrolle" halt "Ihr Rücklicht ist *klirr* kaputt"
:-P
Andreas
Andreas Randolf schrieb:
> Ich bin dafür. Lieber gelegentliche, freundliche Kontrollen
> als von betrunkenen oder unversicherten überfahren zu werden.
Definiere "gelegentlich" ;-)
Ich hatte Anfang bis Mitte der 90er genau eine "allgemeine
Verkehrskontrolle" und zwei Alkoholkontrollen. Danach hatte ich als
Autofahrer nie mehr Polizeikontakt ohne "gegebenen Anlass". Die eine
"allgemeine" gildet auch nicht, weil ich zuvor nachts einen Bekannten
nach Hause gebracht hatte und diesen auf eienm Parkplatz abgesetzt
hatte, der wegen vermehrter Autoaufbrüche unter Beobachtung stand.
Bleiben also 2 verdachtsunabhängige Kontrollen in 19 Jahren. Eine recht
gewagte Definition von "gelegentlich" :-)
Grundsätzlich hast du natürlich recht. Etwas mehr Überwachung
würde
möglciherweise dazu führen dass ich als Feuerwehrmann weniger damit
zu
tun habe irgendwelche Idioten aus ihren Wracks zu schneiden...
Andreas
Hallo,
> > Ich bin dafür. Lieber gelegentliche, freundliche Kontrollen
> > als von betrunkenen oder unversicherten überfahren zu werden.
>
> Definiere "gelegentlich" ;-)
So, dass es nicht nervt, aber dass man jederzeit damit rechnen
muss. Als ich noch regelmäßig Auto fuhr, kam ich vielleicht
einmal pro Jahr in eine Kontrolle. Einmal mit mehreren Monaten
ohne TÜV, da hatten die Beamten korrekt gearbeitet :-)
(Hat mich nur 20 oder 25 DM gekostet und der Wagen kam problemlos
durch den TÜV).
--
Gruß, Andreas
http://www.liegerad-fernweh.de
E-Mail nur an die Antwortadresse und mit "Usenet" im Betreff
Andreas Cammin wrote:
> Hm. Bei 45 Millionen PKWs und 2,2 Millionen polizeilich erfassten
> Unfällen komme ich auf eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 5%,
> innerhalb eines Jahres in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden.
> Legt man eine durchschnittliche jährliche Fahrleistung von 12000km
> zugrunde, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 90000km in
> einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden, bei knapp 40%
> (900000/12000=7,5; 7,5x57,5)
>
> Das wiederum bedeutet, dass die Chance, 90000km unfallfrei
> zurückzulegen, für den durchschnittlichen Autofahrer bei
über 60% liegt.
Deine Kenntnisse in Wahrscheinlichkeitsrechnung könnten etwas Politur
vertragen ;-)
Um rauszubekommen, wie wahrscheinlich 7.5 unfallfreie Jahre sind, musst
du die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es *keinen* Unfall in einem Jahr
gibt, mit der Zahl der Jahre potenzieren. Bei deiner Rechnung lässt du
außer acht, dass es um die Zeitspanne am Stück geht (darum das
potenzieren), und dass ein Autofahrer innerhalb dieser Jahres auch
mehrere Unfälle haben kann (darum die Wahrscheinlichkeit für keinen
Unfall anstelle der für genau einen).
kein Unfall in einem Jahr: 95%, dann
kein Unfall in 7.5 Jahren: 95%^7.5 = 68%
-> ein oder mehr Unfälle in 7.5 Jahren: 32%
Immer vorausgesetzt, deine Basisdaten stimmen...
Erik (heute Klugscheißer)
Erik Buchmann schrieb:
> Deine Kenntnisse in Wahrscheinlichkeitsrechnung könnten etwas Politur
> vertragen ;-)
Mag sein. Das Fachabi ist schon ein paar Jahre her... :-)
> Um rauszubekommen, wie wahrscheinlich 7.5 unfallfreie Jahre sind, musst
> du die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es *keinen* Unfall in einem
Jahr
> gibt, mit der Zahl der Jahre potenzieren. Bei deiner Rechnung lässt
du
> außer acht, dass es um die Zeitspanne am Stück geht (darum das
> potenzieren), und dass ein Autofahrer innerhalb dieser Jahres auch
> mehrere Unfälle haben kann (darum die Wahrscheinlichkeit für
keinen
> Unfall anstelle der für genau einen).
OK das hört sich plausibel an.
> kein Unfall in einem Jahr: 95%, dann
> kein Unfall in 7.5 Jahren: 95%^7.5 = 68%
> -> ein oder mehr Unfälle in 7.5 Jahren: 32%
Dann lieg ich doch mit über 60% garnicht schlecht. Das sind dann erst
recht nicht "nicht viele". Danke dass du meine Argumentation noch
untermauert hast.
Andreas
Andreas Randolf wrote:
(KFZ-Kontrollen)
> Als ich noch regelmäßig Auto fuhr, kam ich vielleicht
> einmal pro Jahr in eine Kontrolle.
Das haengt wohl von der Gegend ab. Ich kam in 30 Jahren erst einmal in
eine allgemeine Polizeikontrolle, meine Eltern in 60 Jahren auch nur ein
mal. Mit dem Fahrrad werde ich im Schnitt alle zwei Jahr angehalten (bei
jeweils aehnlicher km-Zahl).
Ich kenne auch niemanden, der oefters als 1-2 mal kontrolliert worden ist.
Mit anderen Worten: die KFZ-Kontrollen sind laecherlich wenig bis quasi
nicht-existent.
--
+ Ulli Horlacher + framstag@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +
Ulli Horlacher schrieb:
> Mit anderen Worten: die KFZ-Kontrollen sind laecherlich wenig bis quasi
> nicht-existent.
Du musst dir schon Mühe geben, um in eine zu gelangen:
1. Kauf dir ne alte Karre, leg sie tiefer und ersetze alle Leuchtmittel
gegen blaue, grüne oder gelbe.
2. Bau dir eine möglichst laute Musikanlage ein
3. Frequentiere vorzugsweise am Freitag oder Samstag Abend Orte, an
denen sich vermehrt jugendliche Taugenichtse treffen - wie zum Beispiel
am Wochenende verwaiste EKZ-Parkplätze,
McDonalds-Tankstellenkombinationen oder der Verkehrsraum rund um
Grossraum-Discos.
Dann klappts auch mit der Allgemeinen Verkehrskontrolle :-)
Sich vernünftig im Strassenverkehr verhalten hilft auch - der
Vorbesitzer meines letzten Autos (jugendlicher Taugenichts) ist ständig
kontrolliert worden, ich dagegen nie, obwohl ich das Kennzeichen
übernommen habe.
Andreas