Hallo,
mir ist vor drei Wochen mein geliebtes Trekkingrad, mit dem ich eigentlich
diesen Herbst noch eine längere Tour machen wollte, gestohlen
worden.
Tagsüber, direkt vor der Haustür, abgeschlossen
war es natürlich auch. Das
war ein schwerer Schlag. Ich bin natürlich gleich mit
Rahmennummer und
einer recht genauen Beschreibung zu www.Polizei.de
gegangen und habe per
Emailformular Anzeige gegen Unbekannt erstattet (ja, auch das geht
mittlerweile online). Aber bei einer Aufklärungsquote von
weniger als 15%
bei Fahrraddiebstählen muss ich mich wohl mit den Gedanken
anfreunden, dass
es ein für alle mal weg ist.
Mit meinem nächsten Fahrrad soll mir so etwas nicht passieren.
Wenn es mir
gestohlen werden sollte, will ich eine realistische Chance, es auch wieder
zu bekommen. Daher folgende Idee: einfach ein Ortungssystem ran- oder
besser unsichtbar reinbasteln. Mobiltelefone lassen sich in
Städten doch
schon problemlos orten .Man müsste also nur die
Energieversorgung eines
solchen Systems sicherstellen (über die sowieso vorhandene
Lichtanlage des
Fahrrades könnte ein Akku geladen werden) und die
Möglichkeit der
unsichtbaren Montage (in den Rohre des Rahmens) schaffen. Würde
man dann
sein Fahrrad vermissen, geht man einfach ins Internet, lässt die
SIM-Karte
von einem der diversen Dienste orten und kann gleich der Polizei einen
heiÃźen Suchtipp geben. Würde meiner Meinung nach die
Aufklärungsquote
dramatisch erhöhen.
Meine Suche nach einem solchen System war leider bisher nicht von Erfolg
gekrönt, allerdings meinte mein Fahrradhändler des
Vertrauens, dass es so
etwas schon gäbe. Meine Frage also, ob jemand einen Tipp hat, wo
ich so
etwas herbekomme.
Vielen Dank und ebenso viele GrÃ¼Ãźe
Lorenz Wenner
> wo ich so etwas herbekomme.
Herzliches Beileid! Wie wärs mit dem System an den
Fahrrädern der
Deutschen Bahn AG? Nur so als Vermutung und SchuÃź ins Blaue...
GruÃź Jens.
--
@hotmail.com
Lorenz Wenner wrote:
>etwas schon gäbe. Meine Frage also, ob jemand einen Tipp hat, wo ich
so
>etwas herbekomme.
Leider nein, aber mir ist kürzlich in den Sinn gekommen, ob es für
eine leichtere automatisierte Identifizierung möglich wäre bei der
Herstellung, z.B. fest im/am Rahmen, einen RFID-Chip anzubringen.
Möglichst mit einer Reichweite von vielleicht mind. 50cm.
Damit könnte die Polizei schnell im Vorbeigehen ein gestohlenes Rad
scannen.
Wäre sowas machbar und hätte das einen Sinn?
Grüße, Adrian
Hallo Lorenz!
> Meine Suche nach einem solchen System war leider bisher
> nicht von Erfolg gekrönt, allerdings meinte mein
> Fahrradhändler des Vertrauens, dass es so etwas schon
> gäbe. Meine Frage also, ob jemand einen Tipp hat, wo
> ich so etwas herbekomme.
Ja, sowas gibt es. Die kleinsten Geräte sind sowas wie das hier:
http://www.winkurier.com/Fahrzeugortung.htm
Kostenpunkt, na ja, so knappe 600 Euro. Dafür kannst Du dann das
Gerät
wie eine Art "elektronischen Weidezaun" verwenden, sobald die
Funktion
aktiviert ist und Dein Fahrrad bewegt sich mehr als z.B. 50 Meter vom
Fleck, bekommst Du laufend Meldungen (per SMS, an einen Webserver oder
eine E-Mail Adresse) mit dem aktuellen Standort durchgegeben. Du wirst
also topaktuell darüber informiert, daÃź Dein Fahrrad
gerade geklaut
wird, einschlieÃźlich genauer Dokumentation des Fluchtwegs der Diebe.
Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das allerdings etwas anders aus.
Erstens kostet das Gerät knappe 600 EUR, und wenn Dein Fahrrad
geklaut
wird, wird Dir dieses 600 EUR teure Gerät
natürlich auch gleich
mitgeklaut. So weit so schlecht. AuÃźerdem halten die eingebauten Akkus
mal gerade für 18 Stunden Betrieb, also weniger als einen Tag.
Du muÃźt
also zweimal pro Tag die Akkus nachladen, falls Du weniger als 6 Stunden
mit dem Rad fährst und es für mehr als 18 Stunden
abstellen möchtest.
Weiterhin braucht die GPS-Antenne eine ständige Sichtverbindung
zum
Himmel, um den Standort zu ermitteln. Wenn der Dieb Dein Fahrrad nicht
knackt und damit wegfährt, sondern das Fahrrad in einen
Lieferwagen
verfrachtet, hat das GPS keinen Empfang und kann den Standort auch nicht
feststellen.
Na ja. Standard sind solche Fahrzeugortungssysteme heute schon, und zwar
bei extrem hochpreisigen Luxusfahrzeugen. BMW, Mercedes, Porsche,
Ferrari und Co. bauen sowas auf Wunsch ab Werk in ihre Top-Luxusmodelle
ein, da ist die Stromversorgung über die dicke Bordnetbatterie
auch kein
Problem. Auch bei sauteuren schweren Baumaschinen setzt sich sowas immer
mehr durch, alleine damit die Disponenten in den Baufirmen genau sehen
können, welcher Bagger, welcher Radlader und welcher Kran gerade
wo auf
der Baustelle unterwegs ist.
An Fahrrädern ist sowas bisher wohl kaum mehr als ein teures
Spielzeug.
Falls Du Dich über Google näher informieren
möchtest, der passende
Suchbegriff lautet "Fahrzeugortung".
Jürgen
Jürgen Schlottke schrieb:
> Hallo Adrian!
>
>> Leider nein, aber mir ist kürzlich in den Sinn
>> gekommen, ob es für eine leichtere automatisierte
>> Identifizierung möglich wäre bei der Herstellung,
>> z.B. fest im/am Rahmen, einen RFID-Chip anzubringen.
>> Möglichst mit einer Reichweite von vielleicht
>> mind. 50cm. Damit könnte die Polizei schnell im
>> Vorbeigehen ein gestohlenes Rad scannen.
>> Wäre sowas machbar und hätte das einen Sinn?
>
> Da ist Dir gerade das in den Sinn gekommen, was an den meisten
> Fahrrädern, die von niederländischen Herstellern produziert und
in den
> Niederlanden neu verkauft werden, seit Jahren gängige Praxis ist.
> Üblicherweise ist der Chip im Rahmenschloß integriert. Das Teil
heißt
> bei unseren radfahrenden Nachbarn "Anti-Diefstal Chip" und
selbst der
Und, nützt es was?
Thomas.
* Lorenz Wenner:
> Mit meinem nächsten Fahrrad soll mir so etwas nicht passieren. Wen=
n es mir
> gestohlen werden sollte, will ich eine realistische Chance, es auch wie=
der
> zu bekommen. Daher folgende Idee: einfach ein Ortungssystem ran- oder
> besser unsichtbar reinbasteln. Mobiltelefone lassen sich in Städte=
n doch
> schon problemlos orten
Irrtum. Mit einer GSM-Expertentruppe des LKA samt IMSI-Catcher im
Schlepptau, lä
Adrian Thomale schrieb:
> Leider nein, aber mir ist kürzlich in den Sinn gekommen, ob es
für
> eine leichtere automatisierte Identifizierung möglich wäre bei
der
> Herstellung, z.B. fest im/am Rahmen, einen RFID-Chip anzubringen.
> Möglichst mit einer Reichweite von vielleicht mind. 50cm.
> Damit könnte die Polizei schnell im Vorbeigehen ein gestohlenes Rad
> scannen.
> Wäre sowas machbar und hätte das einen Sinn?
Das müsste schon klappen, nur müsste die Polizei RFID Geräte
anschaffen
und damit immer alle Fahrräder abklappern. Der Grundgedanke besticht.
Natürlich nur bis die Diebe darauf achten, RFID Chips auch zu entfernen.
--
Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ,
PC-Tipps, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/
Lorenz Wenner schrieb:
> Meine Suche nach einem solchen System
Meine Vision von Hightech wäre eh ne andere. Nen fetten
Kondensator, Kontakte in den Lenkergriffen, elektronische
Sperre von Freilauf und Bremse bei nicht authorisiertem
Benutzer, dazu Starkstrom auf die Pfoten. ;)
Alternativ einen Sattel, bei dem Nadeln ausfahren, wenn der
Po der falsche ist. Mit Widerhaken.
Wenn ichs genau bedenke: ne Kombination aus allem genannten. :)