Heute in der Zeitung gelesen:
<http://www.lvz-online.de/lvz-heute/68200.html>
(es geht um die Einhaltung von T30 in Wohngebiet)
<zitat>
Lothar Kötz vom Tiefbauamt sieht jedoch keinen
Handlungsbedarf. "Das Anliegen ist nicht berechtigt, das
Verkehrsaufkommen insgesamt gering." Aufpflasterungen, die
den Autofahrer vom Tritt auf das Pedal abhalten, lehnt er
ab. Nach dem Sturz einer Radfahrerin seien diese ersatzlos
entfernt worden. "Solche Vorrichtungen zwingen Krankenwagen
zum Schritt fahren", sagt Lothar Kötz. In Deutschland sei
diese Art von Geschwindigkeitsüberwachung generell nicht
mehr üblich.
Wolfgang Glaske sieht das ganz anders: Die Gundorfer seien
mit den Kunststoff-Barrieren, so genannten Berliner Kissen,
sehr gut zurechtgekommen. "Da musste einfach langsam
gefahren werden."
</zitat>
Schon mal sowas gehört, daß man wegen einem Fahrradsturz die
Kissen entfernt?
Üblich sind die Dinger in Leipzig wirklich nicht, und
Gundorf ist wohl erst vor paar Jahren eingemeindet worden.
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Elke Bock wrote:
> Heute in der Zeitung gelesen:
> <http://www.lvz-online.de/lvz-heute/68200.html>
> (es geht um die Einhaltung von T30 in Wohngebiet)
....
> Schon mal sowas gehört, daß man wegen einem Fahrradsturz die
> Kissen entfernt?
> Üblich sind die Dinger in Leipzig wirklich nicht, und
> Gundorf ist wohl erst vor paar Jahren eingemeindet worden.
Es gibt bei verschiedenen Arten dieser Schwellen auch die Möglichkeit,
am Fahrbahnrand ein Stück (+-1m) freizulassen, um eine Gasse für die
Radfahrer frei zu halten. Nicht unbedingt ideal, wenn man mit Hänger
unterwegs ist oder die Schwellen übersieht, aber IMO ein brauchbarer
Kompromiß.
Oder auch eine sanfte Aufpflasterung, die etwa die Länge des
Achsabstandes eines PKW hat - mit dem Rad kaum zu spüren :-)
Gruß
Markus
Am Wed, 17 Sep 2003 11:25:03 +0200 schrieb Elke Bock:
> <zitat>
> Lothar Kötz vom Tiefbauamt sieht jedoch keinen
> Handlungsbedarf. "Das Anliegen ist nicht berechtigt, das
> Verkehrsaufkommen insgesamt gering." Aufpflasterungen, die
> den Autofahrer vom Tritt auf das Pedal abhalten, lehnt er
> ab. Nach dem Sturz einer Radfahrerin seien diese ersatzlos
> entfernt worden. "Solche Vorrichtungen zwingen Krankenwagen
> zum Schritt fahren", sagt Lothar Kötz. In Deutschland sei
> diese Art von Geschwindigkeitsüberwachung generell nicht
> mehr üblich.
> Wolfgang Glaske sieht das ganz anders: Die Gundorfer seien
> mit den Kunststoff-Barrieren, so genannten Berliner Kissen,
> sehr gut zurechtgekommen. "Da musste einfach langsam
> gefahren werden."
> </zitat>
>
> Schon mal sowas gehört, daß man wegen einem Fahrradsturz die
> Kissen entfernt?
Nein.
> Üblich sind die Dinger in Leipzig wirklich nicht, und
> Gundorf ist wohl erst vor paar Jahren eingemeindet worden.
"Berliner Kissen" sind aber auch keine
"Kunststoff-Barrieren", sondern
echte, rechteckförmige Aufpflasterungen in der Fahrbahnmitte. Links
und rechts bleibt ein ein Streifen von einem Meter Breite frei.
Möglicherweise stürzt man auf "Kunststoff-Barrieren"
leichter. Und
außerdem sind sie sicherlich leichter zu entfernen.
--
A || Bernd Sluka
A A u u ==##== ooo
AAAAA u u || o o Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie
A A uu || ooo Ihren Arzt, die Umwelt oder Ihre Kinder
bernd@kmz.de (Bernd Sluka) schrieb:
>"Berliner Kissen" sind aber auch keine
"Kunststoff-Barrieren", sondern
>echte, rechteckförmige Aufpflasterungen in der Fahrbahnmitte. Links
>und rechts bleibt ein ein Streifen von einem Meter Breite frei.
>Möglicherweise stürzt man auf "Kunststoff-Barrieren"
leichter. Und
Pflastersteine sind zumindest bei Regen auch recht glatt,
und am Rande dürfte sich eine Schräge ergeben. Wenn man
darüber fährt, rutscht man sicher auch leicht weg.
Aber wenn sie Kunststoff-Barrieren schreiben, dann werden
sie das wohl auch so meinen, denn...
>außerdem sind sie sicherlich leichter zu entfernen.
eine Aufpflasterung hätte man gewiß nicht wieder entfernt.
Überhaupt erscheint die Redakteurin nicht sehr kenntnisreich
und einiges verwechselt zu haben. Aufpflasterungen
irgendwelcher Art etwa sind niemals Geschwindigkeits-
*kontrollen* .
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
Elke Bock schrieb:
> Überhaupt erscheint die Redakteurin nicht sehr kenntnisreich
> und einiges verwechselt zu haben. Aufpflasterungen
> irgendwelcher Art etwa sind niemals Geschwindigkeits-
> *kontrollen* .
Du gehst von der irrigen Annahme aus, dass die Redakteurin Deutsch
schreibt. Tatsächlich schreibt sie aber Englisch unter Verwendung
deutscher Wörter. Früher mal hatte "kontrollieren" im
Deutschen die
Bedeutung "prüfen/überprüfen/nachprüfen" (und
zwar nur diese) und im
Englischen hatte "to control" zusätzlich die Bedeutung
"steuern/lenken/regeln". Im Zuge der Anglisierung der deutschen
Sprache
wird "kontrollieren" immer häufiger in der Bedeutung des
englischen "to
control" verwendet. Und die Redakteurin ist nun noch einen Schritt
weiter gegangen und hat aus einer Maßnahme zur Steuerung- oder
Beeinflussung der gefahrenen Geschwindigkeit eine
Geschwindigkeitskontrolle gemacht.
Maximilian
Maximilian Rausch writes:
> Du gehst von der irrigen Annahme aus, dass die Redakteurin Deutsch
> schreibt. Tatsächlich schreibt sie aber Englisch unter Verwendung
> deutscher Wörter. Früher mal hatte "kontrollieren" im
Deutschen die
> Bedeutung "prüfen/überprüfen/nachprüfen"
(und zwar nur diese) und im
> Englischen hatte "to control" zusätzlich die Bedeutung
> "steuern/lenken/regeln".
Diese Bedeutung hat es in der deutschen Sprache auch schon länger,
spätestens seit Heisenberg wird man da eh keinen scharfen Unterschied
mehr sehen können.
> Im Zuge der Anglisierung der deutschen Sprache wird
"kontrollieren"
> immer häufiger in der Bedeutung des englischen "to control"
verwendet.
> Und die Redakteurin ist nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat
> aus einer Maßnahme zur Steuerung- oder Beeinflussung der gefahrenen
> Geschwindigkeit eine Geschwindigkeitskontrolle gemacht.
Man nennt das halt in der Regel nicht so, war also auf jeden Fall
beschissen geschrieben.
Jochem
--
"A designer knows he has arrived at perfection not when there is no
longer anything to add, but when there is no longer anything to take
away." - Antoine de Saint-Exupery
Jochem Huhmann schrieb:
> Maximilian Rausch writes:
>> Früher mal hatte "kontrollieren" im Deutschen die
>> Bedeutung "prüfen/überprüfen/nachprüfen"
(und zwar nur diese) und im
>> Englischen hatte "to control" zusätzlich die Bedeutung
>> "steuern/lenken/regeln".
>
> Diese Bedeutung hat es in der deutschen Sprache auch schon länger,
Eben dies wollte ich durch die Formulierung "Früher mal" zum
Ausdruck
gebracht haben. ;-)
Maximilian