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Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Ervin Peters 2006-09-23 21:21:47

Heute haben wir unser Kind in Erfurt bei einem Klassenkammeraden zum
Geburtstag abgeliefert. Dabei sind wir vom Bahnhof Richtung Geibelstr.
(SSO) gelaufen. Mir sind unangenehm viele Gehwegradler aufgefallen,
einige davon sogar Gehweggeisterradler. Konkret: Von ca. 10
Beobachteten fuhren 7 auf Gehwegen, 2 fuhren in einer nebenstr. auf der
Fahrbahn und 1 mit einem klassischen Rennrad auf der Fahrbahn der
Bundesstra

Gehwegfahrer Erfurt

. 2006-09-23 20:07:40

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Nico Hoffmann 2006-09-23 20:07:40

Ervin Peters schreibt:

> Heute haben wir unser Kind in Erfurt bei einem Klassenkammeraden zum
> Geburtstag abgeliefert. Dabei sind wir vom Bahnhof Richtung Geibelstr.
> (SSO) gelaufen. Mir sind unangenehm viele Gehwegradler aufgefallen,
> einige davon sogar Gehweggeisterradler.

"Fahr nicht auf der gefährlichen Fahrbahn, wo die vielen Autos
rasen! Die Fahrbahn ist für den Verkehr da!"

> Ist aber erschreckend, ob das damit zusammenhängt, das Kinder auf dem
> Gehweg fahren sollten? Und dieses danach nie wieder hinterfragt wird?

Die hiesige Lokalpresse berichtete diese Woche über eine Diskussion
der Amberger Stadträte, wie und unter welchen Bedingungen die
Fußgängerzone offiziell für Radfahrer freigegeben werden soll.

<http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/924433-125,1,0.html>;

In gewisser Weise ist die ganze Debatte eine Farce, in der die
üblichen Verdächtigen die üblichen Phrasen dreschen, aber auch ein
Indiz für die Verfußgängerung des Radverkehrs, die in Amberg durch
die üblichen blaubeschilderten linksseitigen Hochbordradwege betrieben
wird - genausoschlimm wie anderswo auch.

Kurz: ich glaube nicht, dass es mit gehwegfahrenden Kindern
zusammenhängt. Ich halte es für eine Auswirkung des Prinzips Radweg:
Für wen schon so albere Wegelchen gebaut werden, der gehört auch nicht
zum richtigen Verkehr.

N.
--
(Dies ist eine Geheimsignatur)

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Thomas Paschke 2006-09-23 22:05:14

On 2006-09-23, Ervin Peters wrote:
> Heute haben wir unser Kind in Erfurt bei einem Klassenkammeraden zum
> Geburtstag abgeliefert. Dabei sind wir vom Bahnhof Richtung Geibelstr.
> (SSO) gelaufen. Mir sind unangenehm viele Gehwegradler aufgefallen,
> einige davon sogar Gehweggeisterradler. Konkret: Von ca. 10
> Beobachteten fuhren 7 auf Gehwegen, 2 fuhren in einer nebenstr. auf der
> Fahrbahn und 1 mit einem klassischen Rennrad auf der Fahrbahn der
> Bundesstraße (hier aber innerörtlich) nach Arnstadt.
> Der Kommentar meiner Frau:
> Der fährt wenigstens auf der Straße, auch wenn sein Rad nicht
> verkehrssicher ist.
> Irgendwann habe ich dann aufgehört das zu beobachten und zu zählen
>
> Ist aber erschreckend, ob das damit zusammenhängt, das Kinder auf dem
> Gehweg fahren sollten? Und dieses danach nie wieder hinterfragt wird?
>
Stelle die Frage nebenadn (de.soc.recht.strassenverkehr), da gibt es
alle 2 Wochen irgendeine ähnlich gelagerte Diskussion. Aber da gerade in
einem Subthread die Diskussion in Richtung Rad vs. Auto abgerutscht ist:
Warte noch ein paar Tage :)

Nee, im Ernst: Urteilen, die sich mit Unfällen mit nicht regelkonform
fahrenden Radlern beschäftigen, zufolge mag es auch/eher an den
angeblich oft verwirrenden Beschilderungen liegen. Mal sind Radwege
Zweirichtungsradwege, weil in Gegenrichtung keiner agelegt ist. Mal sind
sie es nicht, und der Radfahrer in Gegenrichtung muss auf der Straße
fahren. Oder aber es sind in beiden Richtungen Radwege, und beide sind
als Zweirichtungsradwege freigegeben. Dann gibt es angeblich noch
irgendwo den Unterschied zwischen benutzungspflichtigen und optionalen
Radwegen. Dazu noch ne handvoll Autofahrer, welche Radfahrer schneiden
und mit "ab auf den Radweg" (obwohl da gar keiner ist) anschreien. Die
Fußwegradelnden Kinder sind da nur noch das I-Tüpfelchen.

Und nein, ich will es nicht gutheißen, dass so viele Geisterradler
unterwes sind, es ist nur ein Erklärungsversuch.

Beste Grüße

Thomas

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Thomas Wedekind 2006-09-24 00:50:20

Ervin Peters schrieb:

> Ist aber erschreckend, ob das damit zusammenhängt, das Kinder auf dem
> Gehweg fahren sollten? Und dieses danach nie wieder hinterfragt wird?

Wohl z.T., es gibt aber auch andere Situationen, in denen
Gehwegfahren und Gehweg- Geisterfahren relativ praktisch ist. Wir
haben in Jena mit Rad- und Angebotsstreifen- Geisterfahrern zu
kämpfen. (Thema kommt hier in der NG auch ab und an hoch.)

Wahrscheinlich liest hier kein Erfurter mit, der das konkrete
Umfeld kennt (das wesentlichen Einfluss hat); ich bin in EF auch
immer nur zu Fuß unterwegs.

--
Grüße, Thomas

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Stephan Zitzmann 2006-09-24 06:18:41

Ervin Peters schrieb:

>Ist aber erschreckend, ob das damit zusammenhängt, das Kinder auf dem
>Gehweg fahren sollten? Und dieses danach nie wieder hinterfragt wird?

Ich würde aus meiner Erfahrung Tradition Ost sagen. Bei meinen Touren
quer durch Deutschland nimmt dieses Phänomen nach Übertritt der Grenze
schlagartig zu.

Ich vermute ein wenig, das man bei den ehemaligen Straßenverhältnissen
nur nicht auf der Straße fahren konnte. Der Sandstreifen am Wegesrand
ist so ein Phänomen.

Aber das Phänomen nimmt insgesamt auch zu. Es dürfte auch der
Fahhradboom sein. Jetzt Fahren vermehrt Leute, die eher ängstlich
sind und/oder das Fahrrad nicht als richtiges Verkersmittel sehen.

Mir fällt in letzter Zeit vermehrt auf, wie selbstgefährdend viele
Leute fahren. Spurwechsel ohne sich umzusehen. Unterhaltungen ohne auf
den Verkehr zu achten.

GS
--
http://www.gitarrenlehrer.frankfurt.stephan-zitzmann.de http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de
Bücher und CD-Tipps von Musiklehrern zusammengestellt
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch abfrage.php?menuid=18 http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD abfrage.php?menuid=19

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Egon Vellusig 2006-09-24 09:29:25

Nico Hoffmann schrieb:

> Die hiesige Lokalpresse berichtete diese Woche über eine Diskussion
> der Amberger Stadträte, wie und unter welchen Bedingungen die
> Fußgängerzone offiziell für Radfahrer freigegeben werden soll.

Ein Blick nach München wird ihnen klar machen, daß diese Vorhaben
Unsinn ist.

Schöne Grüße, Egon


--
Endlich ist er da, der langersehnte Kampfeinsatz.

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Chris Huebsch 2006-09-24 08:02:29

Stephan Zitzmann (Sun, 24 Sep 2006 06:18:41 +0200):
> Ich würde aus meiner Erfahrung Tradition Ost sagen. Bei meinen Touren
> quer durch Deutschland nimmt dieses Phänomen nach Übertritt der Grenze
> schlagartig zu.

Wenn dem so ist, dann ist das ein Nach-Wende-Phaenomen.

Vor 1989 war es fuer jeden selbstverstaendlich auf der Fahrbahn zu
fahren. Selbst als 6 Jaehriger bin ich schon dort gefahren.

> Ich vermute ein wenig, das man bei den ehemaligen Straßenverhältnissen
> nur nicht auf der Straße fahren konnte. Der Sandstreifen am Wegesrand
> ist so ein Phänomen.

Ich kenne genau einen Radweg, den es zu DDR-Zeiten gab. Der war noch
schlechter als die daneben liegende Fahrbahn.

> Aber das Phänomen nimmt insgesamt auch zu. Es dürfte auch der
> Fahhradboom sein. Jetzt Fahren vermehrt Leute, die eher ängstlich
> sind und/oder das Fahrrad nicht als richtiges Verkersmittel sehen.

Die Radnutzung hat seit damals hier massiv abgenommen. Die Anzahl der
Autos hat sich explosionsartig vergroessert.

> Mir fällt in letzter Zeit vermehrt auf, wie selbstgefährdend viele
> Leute fahren. Spurwechsel ohne sich umzusehen. Unterhaltungen ohne auf
> den Verkehr zu achten.

Ja. Der Verkehr wird immer hektischer und die Verkehrsteilnehmer immer
unaufmerksamer. Selbst einfache Dinge, wie beispielsweise zu blinken,
werden heute nicht mehr gemacht.


Chris
--
TU Chemnitz, Informatik, VSR | Chemnitzer Linux-Tage 2007, 3.-4. Maerz
Str. d. Nationen 62, B204 | http://chemnitzer.linux-tage.de
D-09107 Chemnitz |
+49 371 531-31118, Fax -831118 | http://www.huebsch-gemacht.de -> weblog

Gehwegfahrer Erfurt

napisane przez Elke Bock 2006-09-24 10:24:50

Chris Huebsch
schrieb:

>Stephan Zitzmann (Sun, 24 Sep 2006 06:18:41 +0200):
>> Ich würde aus meiner Erfahrung Tradition Ost sagen. Bei meinen Touren
>> quer durch Deutschland nimmt dieses Phänomen nach Übertritt der Grenze
>> schlagartig zu.
>
>Wenn dem so ist, dann ist das ein Nach-Wende-Phaenomen.

Meine Eltern meinen, "aufm Dorf" sei es schon immer üblich,
das Radfahrer den Gehweg nehmen. Das hat sicher auch was mit
dem Pflaster zu tun, was man häufig im Dorf gelassen hat,
während die Landstraße zwischen den Orten schon längst
asphaltiert war.

>Vor 1989 war es fuer jeden selbstverstaendlich auf der Fahrbahn zu
>fahren. Selbst als 6 Jaehriger bin ich schon dort gefahren.

Ich auch, aber bei groben Kopfsteinpflaster auf der Fahrbahn
auch ganz selbstverständlich auf dem Gehweg.


mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.


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