Hallo zusammen,
ich möchte mir ein Fahrrad mit Nabenschaltung zulegen und bin bisher
schlecht informiert, was ich für ein gutes Exemplar einplanen sollte.
Ich will damit eigentlich keine riesigen Touren oder Reisen machen und
hauptsächlich in der Stadt fahren, vielleicht maximal Ettapen von 50 km,
was aber vorraussichtlich wohl auch eher die Ausnahme bleiben wird.
Wichtig ist mir eine wartungsarme Technik und gute Funktion,
insbesondere der Schaltung, und auch alle übrigen Teile des Fahrrades
sollen qualitativ hochwertig sein, will nicht am falschen Ende sparen.
Was ich aber nicht brauche ist übertriebener Luxus oder super
ausgefallene Teile. Es soll viel zum Einkaufen genutzt werden und ich
möchte es auch mal irgendwo angeschlossen stehenlassen können, ohne
mir
gleich große Sorgen machen zu müssen, ob es nachher noch unversehrt
dort
steht.
Zuerst dachte ich ein Rad bei einem Discounter zu kaufen, die fand ich
günstig und sie sahen für mich als Laien auch gut aus. Nun hab ich
mich
auch in Fachgeschäften erkundigt und dort wurde mir welche für etwa
500-650 Euro gezeigt, preislich eigentlich weit über meiner Schmerzgrenze.
Darum die Frage hier an die Experten, wieviel sollte ich ausgeben um
etwas vernünftiges zu bekommen?
Ist die Nexus 8 die beste Schaltung in dem Bereich?
Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
Danke schonmal!
Gruß, Tom
--
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bitte nur in der Newsgroup antworten!
Tom M. schrieb:
> ich möchte mir ein Fahrrad mit Nabenschaltung zulegen und bin bisher
> schlecht informiert, was ich für ein gutes Exemplar einplanen sollte.
> Ich will damit eigentlich keine riesigen Touren oder Reisen machen und
> hauptsächlich in der Stadt fahren, vielleicht maximal Ettapen von 50
km,
> was aber vorraussichtlich wohl auch eher die Ausnahme bleiben wird.
>
> Wichtig ist mir eine wartungsarme Technik und gute Funktion,
> insbesondere der Schaltung, und auch alle übrigen Teile des Fahrrades
> sollen qualitativ hochwertig sein, will nicht am falschen Ende sparen.
> Was ich aber nicht brauche ist übertriebener Luxus oder super
> ausgefallene Teile. Es soll viel zum Einkaufen genutzt werden und ich
> möchte es auch mal irgendwo angeschlossen stehenlassen können,
ohne mir
> gleich große Sorgen machen zu müssen, ob es nachher noch
unversehrt dort
> steht.
>
> Zuerst dachte ich ein Rad bei einem Discounter zu kaufen, die fand ich
> günstig und sie sahen für mich als Laien auch gut aus.
Als "Not-Rad" mögen die Dinger durchaus taugen. Und wenn man -
bei
häufigerer Nutzung durchaus mit hoher Wahrscheinlichkeit auftretenden -
Mängeln leben kann.
> Nun hab ich mich
> auch in Fachgeschäften erkundigt und dort wurde mir welche für
etwa
> 500-650 Euro gezeigt, preislich eigentlich weit über meiner
Schmerzgrenze.
> Darum die Frage hier an die Experten, wieviel sollte ich ausgeben um
> etwas vernünftiges zu bekommen?
>
> Ist die Nexus 8 die beste Schaltung in dem Bereich?
In welchem "Bereich"?
Spontan würde mir bei deinem Anforderungsprofil das hier immer wieder
genannte Stevens Cityflyer einfallen
<http://www.stevensbikes.de/2005/index.php?bike idc&bike
name=Cityflyer%20Gents&mode=Spezifikationen>.
Du würdest dann vermutlich das optionale "Touring Kit" haben
wollen.
> Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
Richtige Rahmengröße + Lenker + Sattel. Vielleicht noch, daß
die Reifen
ordentlich aufgepumpt sind. Sonst denkt man u.U. "uii, das fährt sich
aber schwammig", obwohl es nur an nicht aufgepumpten Reifen lag.
--
Stephan
Geh nach de.test
Da bekommst du wenigstens Antworten per Mail...
(Patrick Kibies zu einem mutmaßlichen Troll in drf)
Stephan Gerlach schrieb:
> Als "Not-Rad" mögen die Dinger durchaus taugen. Und wenn
man - bei
> häufigerer Nutzung durchaus mit hoher Wahrscheinlichkeit auftretenden
-
> Mängeln leben kann.
Hängt von den Mängeln ab und natürlich auch von der Lebensdauer
des
gesamten Rades.
Ich will mir nicht nach paar Jahren wieder ein neuen kaufen müssen, es
soll so lange halten, wie es mir gefällt, mindestens jedoch über 10
Jahre.
Ich kann allerdings noch nicht vorraussagen, wieviel ich damit fahren
werde, auch das Wetter läßt sich ja nicht vorraussagen, im Winter
werd
ich wohl doch lieber das Auto nehmen.
> In welchem "Bereich"?
> Spontan würde mir bei deinem Anforderungsprofil das hier immer wieder
> genannte Stevens Cityflyer einfallen
> <http://www.stevensbikes.de/2005/index.php?bike idc&bike
name=Cityflyer%20Gents&mode=Spezifikationen>.
>
> Du würdest dann vermutlich das optionale "Touring Kit"
haben wollen.
Was ich auf jeden Fall sofort brauche ist volle Verkehrssicherheit, daß
ich keine Probleme mit der Polizei bekomme. Außerdem muß es
wirkungsvolle Schutzbleche haben und einen guten Gepäckträger. Ich
möchte damit auch mal schwerere Lasten (Kasten Bier oder ähnliches)
sicher transportieren können.
>> Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
>
> Richtige Rahmengröße + Lenker + Sattel. Vielleicht noch,
daß die Reifen
> ordentlich aufgepumpt sind. Sonst denkt man u.U. "uii, das fährt
sich
> aber schwammig", obwohl es nur an nicht aufgepumpten Reifen lag.
Wie erkenne ich die ideale Rahmengröße für mich?
Ist ein Gelsattel gut oder gibts besseres? Was ist das eigentlich für
ein Gel, für den Fall das es irgendwann mal auslaufen sollte.
Was die Reifen betrifft, bins nur noch gewohnt an der Tanke meine 205er
Reifen am Auto zu überprüfen *g*, aber wie ist das beim Rad, woran
sehe
ich ob der Druck richtig ist?
Gruß, Tom
--
Achtung! eMails werden automatisch und damit ungelesen gelöscht, daher
bitte nur in der Newsgroup antworten!
Tom M. schrieb:
> Zuerst dachte ich ein Rad bei einem Discounter zu kaufen, die fand ich
> günstig und sie sahen für mich als Laien auch gut aus. Nun hab
ich mich
> auch in Fachgeschäften erkundigt und dort wurde mir welche für
etwa
> 500-650 Euro gezeigt, preislich eigentlich weit über meiner
Schmerzgrenze.
> Darum die Frage hier an die Experten, wieviel sollte ich ausgeben um
> etwas vernünftiges zu bekommen?
Um die 500EUR ;). Ab da bekommst Du:
8-Gang Nexus
Vernünftige Komponenten, heisst zB. Naben ab Deore aufwärts
Eine einigermassen brauchbare, verstellbare Federgabel
Nabendynamo und Lampen in akzeptabler Qualität
Einen Gepäckträger, der nicht schon bei Gebäckbeladung
zusammenbricht
Einen Seitenständer, der das mitmacht
Laufräder, die den Namen auch verdienen
Usw. zieht sich durchs ganze Rad. Drunter wird dann immer irgendwo
gestichren. Am auffälligsten, indem man eine Müll Federgabel einbaut.
Naben, deren Qualität und Haltbarkeit man erwürfeln muss. usw.
Evtl. bekommt man auch was für um die 400EUR, musst Dich aber sputen,
sind dann noch Modelle aus 2005.
> Ist die Nexus 8 die beste Schaltung in dem Bereich?
Kurz: Für Deine Anwendung - ja. Lang -> google groups ;) Da kann man
über 100 postings drüber diskutieren.
> Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
Dass das Rad passt, Du Dich darauf wohlfühlst und der Händler keinen
Schmarrn erzählt. Vieles, was zur Qualität eines Rades gehört,
merkt man
nicht beim Fahren, sondern erst wenns zu schnell kaputtt geht ;)
Grüße
Peter
Hallo Jürgen Schlottke ,
>>Was die Reifen betrifft, bins nur noch gewohnt an der
>>Tanke meine 205er Reifen am Auto zu überprüfen *g*,
>>aber wie ist das beim Rad, woran sehe ich ob der Druck
>>richtig ist?
> Das erkennst Du bei Fahrradreifen genauso wie bei Deinen 205ern: An der
> Manometeranzeige beim Aufpumpen.
Bei einem Autoventil geht das. Hier drückt der Anschluß des
Kompressors / Manometers das Ventil auf, so daß der Druck
gemessen werden kann.
Normale Blitzventile öffnen sich aber nur dann, wenn der Pumpendruck
höher
ist als der Reifendruck.
--
Jürgen
Hallo Tom M. ,
> ich möchte mir ein Fahrrad mit Nabenschaltung zulegen und bin bisher
> schlecht informiert, was ich für ein gutes Exemplar einplanen sollte.
> Ich will damit eigentlich keine riesigen Touren oder Reisen machen und
> hauptsächlich in der Stadt fahren, vielleicht maximal Ettapen von 50
km,
> was aber vorraussichtlich wohl auch eher die Ausnahme bleiben wird.
Warum Nabenschaltung?
Die neueren Modelle haben zwar mehr Gänge als früher, die Spreizung
ist dadurch aber nicht im gleichen Maße gestiegen. Die Gänge liegen
halt dichter beisammen.
Jedenfalls kein Vergleich zu einer Kettenschaltung.
> Wichtig ist mir eine wartungsarme Technik und gute Funktion,
> insbesondere der Schaltung, und auch alle übrigen Teile des Fahrrades
> sollen qualitativ hochwertig sein, will nicht am falschen Ende sparen.
Das kommt sicher auf den individuellen Anspruch an. Wenn Du halt nur
hin und wieder ein wenig radeln willst, dürfte fast jedes heute
erhältliche Rad
bei entsprechender Pflege recht lange halten. Zumindest im Vergleich zu
früher ist die Qualität doch merklich besser geworden.
Allerdings wirst Du mit einem 100 Eur - Teil vermutlich relativ schnell
den Spaß
an der Sache verlieren. Auch ein Grund dafür, warum diese Dinger oft
wesentlich länger halten als vermutet :-)
> Was ich aber nicht brauche ist übertriebener Luxus oder super
> ausgefallene Teile. Es soll viel zum Einkaufen genutzt werden und ich
> möchte es auch mal irgendwo angeschlossen stehenlassen können,
ohne mir
> gleich große Sorgen machen zu müssen, ob es nachher noch
unversehrt dort
> steht.
Ich würde Dir empfehlen, die Räder bei Discountern mal zu
vergleichen.
Manchmal sind auch dort ganz gute Geräte im Angebot.
Alles, wo ein Nabendynamo dran ist, solltest Du Dir näher ansehen.
Alurahmen, vernünftiger Gepäckträger und Standlicht ist in der
Klasse
meißtens selbstverständlich.
> Zuerst dachte ich ein Rad bei einem Discounter zu kaufen, die fand ich
> günstig und sie sahen für mich als Laien auch gut aus. Nun hab
ich mich
> auch in Fachgeschäften erkundigt und dort wurde mir welche für
etwa
> 500-650 Euro gezeigt, preislich eigentlich weit über meiner
Schmerzgrenze.
> Darum die Frage hier an die Experten, wieviel sollte ich ausgeben um
> etwas vernünftiges zu bekommen?
So viel würde ich nicht ausgeben. Wenn Du doch keinen dauerhafen
Spaß am
Radeln findest, ist es schade ums Geld. Und wenn doch, wirst Du mit
Sicherheit
innerhalb der nächsten drei Jahre nach einem Rad > 1000 Euro schielen.
> Ist die Nexus 8 die beste Schaltung in dem Bereich?
Die einzig vernünftige Nabenschaltung ist die Rohloff und die kostet
allein
schon mehr als Du für das ganze Rad ausgeben willst.
> Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
Auch ein gutes Rad macht nur dann Laune, wenn es richtig auf Deine
Körpermaße eingestellt ist. Das wird vor einer Probefahrt selten
gemacht.
Ein verstellbarer Lenkervorbau gibt da mehr Freiheit.
Ein 26er Rad ist zwar wendiger und robuster, aber für große Leute
eher
eine Zumutung.
Aufrechte Sitzposition wie beim Hollandrad erscheint im ersten Moment
bequemer, taugt aber nur für die Fahrt zum Bäcker.
--
Jürgen
Tom M. wrote:
[Hochwertiges Fahrrad mit Nabenschaltung]
> Zuerst dachte ich ein Rad bei einem Discounter zu kaufen, die fand ich
> günstig und sie sahen für mich als Laien auch gut aus. Nun hab
ich mich
> auch in Fachgeschäften erkundigt und dort wurde mir welche für
etwa
> 500-650 Euro gezeigt, preislich eigentlich weit über meiner
Schmerzgrenze.
Das ist aber durchaus die Grenze, ab der man eine hochwertigere
Ausstattung bekommt. Natürlich geht es bei Discountern und Baumärkten
auch billiger - aber bei "Billig-Fahrrädern" musst Du halt damit
rechnen, dass diverse Einzelteile u.U. von Anfang an nicht wirklich gut
funktionieren oder nach kurzer Zeit Probleme machen können. Speziell die
Teile, die man von aussen nicht einsehen kann, wie Tretlager oder
Steuersatz und oft auch "Kleinigkeiten", wie Seilzüge, Bremsen,
Bremshebel, Lichtanlage usw. sind oft nur von zweifelhafter Qualität.
> Darum die Frage hier an die Experten, wieviel sollte ich ausgeben um
> etwas vernünftiges zu bekommen?
Ab etwa 500-650 Euro ;-)
> Ist die Nexus 8 die beste Schaltung in dem Bereich?
Rohloff Speedhub 500/14 ist noch besser (14 Gänge, 500%
Gesamtübersetzung) - aber die kostet alleine schon mehr als 500-600
Euro. Wenn es "bezahlbar" sein soll, ist die Nexus schon ok. Achte
ggf.
auf die "Premium"-Version - kostet nur 20-30 Euro mehr, ist aber mit
besserer Lagerung ausgerüstet und insgesamt etwas leichtgängiger.
> Worauf sollte ich noch achten, auch bei einer eventuellen Probefahrt?
Dass das Fahrrad passt - also nicht zu gross oder zu klein ist. Daher
sollte eine Probefahrt auch länger sein, als nur einmal kurz um den Block.
Des weiteren solltest Du darauf achten, ob der Übersetzungsbereich der
Gangschaltung für Dich passt. Man kann bei einer Nabenschaltung zwar die
Gangsprünge nicht ändern, aber ein kleineres oder grösseres
Ritzel
montieren, um insgesamt eher längere Gänge für höhere
Geschwindigkeiten
oder eher kürzere Gänge für hügeligere Gegenden zu
bekommen.
Schliesslich musst Du noch entscheiden, ob Du lieber mit Rücktrittbremse
fährst oder doch lieber mit Freilauf und Felgenbremse hinten. Die Nexus
gibt es in beiden Ausführungen.
Wenn Dir eine dynamobetriebene Lichtanlage wichtig ist und diese
häufiger nutzen willst, wäre ein Nabendynamo sinnvoll. Das ist aber
auch
oft schon üblich bei neuen Fahrrädern.
--
http://arnowelzel.de
EMail: usenet@arnowelzel.de
Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de
FAQ von de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Jürgen Schlottke wrote:
> Hallo Tom!
>
>>Was die Reifen betrifft, bins nur noch gewohnt an der
>>Tanke meine 205er Reifen am Auto zu überprüfen *g*,
>>aber wie ist das beim Rad, woran sehe ich ob der Druck
>>richtig ist?
>
> Einfache Standluftpumpen mit Manometer und Fahrradventiladapter gab es
> bereits bei Aldi, Lidl, Tchibo, Minimal für meist unter 5 EUR.
Haende weg. Erfahrung von meiner Aldi-Pumpe: Selbst Aufpumpen auf 5 Bar
ist eine Alternative zum Fitnesstudio, Sclaverand-Ventile gehen nicht
(Adapter taugt nix), und nach kuerzester Zeit war der Schlauch gebrochen.
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