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Re: Bundesrat lehnt Fahrrad-Ausruestungsverordnung ab

napisane przez Wolfgang Strobl 2006-04-23 21:11:01

Arno Welzel :

>Nun ja - ob eine aktive Beleuchtung in "gängigen Fahrsituationen"
>notwendig ist, um ausreichend sichtbar zu sein, wurde ja von einigen
>Leuten angezweifelt.

Von wem?

>Ich bin auch der Meinung, dass eine aktive
>Beleuchtung die Sichtbarkeit verbessert und dass dies dazu beitragen
>kann, rechtzeitig gesehen zu werden.

Das begründet aber keine Notwendigkeit.

>In der Theorie sollten natürlich
>alle Verkehrsteilnehmer immer so fahren, dass sie auch einen
>unbeleuchteten Fahrradfahrer oder Fussgänger auf der Fahrbahn früh genug
>erkennen,

Du verstehst nicht. Auch der Fahrer eines nichtleuchtenden Fahrzeugs
kann seine Fahrweise anpassen. Radfahrer haben da im Allgemeinen mehr
Möglichkeiten als die Benutzer von Kfz.

Ich verstehe nicht, warum dergleichen Flexibilität den Radfahrern immer
zum Schaden gereichen soll, etwa indem sie ausgenutzt wird, sie auf die
Benutzung von unübersichtlichen, schlecht beleuchteten und schlecht
markierten Sonderwegen zu verpflichten, in der Erwartung, daß sie ihre
Fahrweise daran anpassen werden.

Es ist im Sinne der Verkehrssicherheit aller völlig ausreichend,
Radfahrer darauf zu verpflichten, entweder etwaige Mängel ihrer
Fahrzeuge durch angepasste Fahrweise zu kompensieren oder diese Mängel
abzustellen. Diese Maxime kann man neben der Beleuchtung auch auf andere
Komponenten anwenden. Seine Grenze findet dies natürlich dort, wo eine
solche Anpassung nicht möglich ist, z.B. weil die Mängel plötzlich
auftreten.


>um zur Vermeidung eines Unfalls abzubremsen. Dass bedeutet
>auch, bei schlechten Sichtverhältnissen langsamer zu fahren. In der
>Praxis klappt das leider nicht immer, wie Auffahrunfälle bei Nebel oder
>Dunkelheit zeigen.

Und nun erkläre bitte, was das mit fehlender Beleuchtung eines Fahrrades
zu tun hat.

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Re: Bundesrat lehnt Fahrrad-Ausruestungsverordnung ab

. 2006-04-23 22:07:16

Re: Bundesrat lehnt Fahrrad-Ausruestungsverordnung ab

napisane przez Arno Welzel 2006-04-23 22:07:16

Wolfgang Strobl wrote:

> Arno Welzel :
>
>> Nun ja - ob eine aktive Beleuchtung in "gängigen Fahrsituationen"
>> notwendig ist, um ausreichend sichtbar zu sein, wurde ja von einigen
>> Leuten angezweifelt.
>
> Von wem?

Ich habe die Aussage von Bernd in so
interpretiert:

"Der Nutzen von Fahrradbeleuchtung besteht zudem nicht wirklich in der
Verkehrssicherheit. Zumindest ist dieser Punkt nicht nachweisbar."

Meine Annahme dazu war, dass "Verkehrssicherheit" auch "ausreichende
Sichtbarkeit" beinhaltet - wofür aber aktive Beleuchtung am Fahrrad
offenbar nicht nötig ist.

>> Ich bin auch der Meinung, dass eine aktive
>> Beleuchtung die Sichtbarkeit verbessert und dass dies dazu beitragen
>> kann, rechtzeitig gesehen zu werden.
>
> Das begründet aber keine Notwendigkeit.

Hmmm.... also ist es nicht notwendig, rechtzeitig gesehen zu werden?

>> In der Theorie sollten natürlich
>> alle Verkehrsteilnehmer immer so fahren, dass sie auch einen
>> unbeleuchteten Fahrradfahrer oder Fussgänger auf der Fahrbahn früh genug
>> erkennen,
>
> Du verstehst nicht. Auch der Fahrer eines nichtleuchtenden Fahrzeugs
> kann seine Fahrweise anpassen. Radfahrer haben da im Allgemeinen mehr
> Möglichkeiten als die Benutzer von Kfz.

Mir geht es nicht um den Radfahrer, der nach vorne blickt und dort
Hindernisse durch seine aktive Beleuchtung auch bei höherem Tempo
rechtzeitig erkennt bzw. seine Fahrweise entsprechend anpassen muss,
wenn er ohne Licht unterwegs ist.

Viel mehr ging es um andere Verkehrsteilnehmer, konkret PKW/LKW, die
den Fahrradfahrer bei Dunkelheit ohne Rücklicht am Fahrrad erst später
wahrnehmen - möglicherweise nicht rechtzeitig genug, um ausweichen oder
bremsen zu können.

> Es ist im Sinne der Verkehrssicherheit aller völlig ausreichend,
> Radfahrer darauf zu verpflichten, entweder etwaige Mängel ihrer
> Fahrzeuge durch angepasste Fahrweise zu kompensieren oder diese Mängel
> abzustellen. Diese Maxime kann man neben der Beleuchtung auch auf andere
> Komponenten anwenden. Seine Grenze findet dies natürlich dort, wo eine
> solche Anpassung nicht möglich ist, z.B. weil die Mängel plötzlich
> auftreten.

Konkret würde das bedeuten, man sollte sich nicht auf einer schlecht
oder gar nicht beleuchteten Fahrbahn bewegen, wenn man ohne
funktionierendes Rücklicht auf dem Fahrrad unterwegs ist, wenn man
vermeiden will, dass man ggf. von PKW-Fahrern aufgrund zu später
Wahrnehmung gefährdet wird. Da das Rücklicht natürlich auch unbemerkt
ausfallen kann, wäre es zudem sinnvoll, dessen Funktion zumindest vor
einer solchen Fahrt zu prüfen.

>> um zur Vermeidung eines Unfalls abzubremsen. Dass bedeutet
>> auch, bei schlechten Sichtverhältnissen langsamer zu fahren. In der
>> Praxis klappt das leider nicht immer, wie Auffahrunfälle bei Nebel oder
>> Dunkelheit zeigen.
>
> Und nun erkläre bitte, was das mit fehlender Beleuchtung eines Fahrrades
> zu tun hat.

Dass ein Fahrrad ohne aktives Rücklicht in manchen Situationen zu spät
gesehen wird, ungeachtet dessen, dass der PKW-Fahrer eigentlich
langsamer fahren müsste, damit er das unbeleuchtete Fahrrad rechtzeitig
sieht und bremsen oder ausweichen kann, bevor es zu einem Unfall kommt.


--
http://arnowelzel.de
EMail: usenet@arnowelzel.de
de.rec.fahrrad-FAQ: http://drffaq.freezope.org


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