Vor zwei Wochen wurde mein Rad gestohlen. Tatwerkzeug vor Ort und die Reste
meines Abus Bügelschosses legen nahe, dass letzteres durch eine ca. zwei
Meter lange Metallstange (offensichtlich vom benachbarten Gerüstbau)
aufgehebelt wurde. Das Schloß hatte Sicherheitsstufe 10 von 15.
Da jetzt ein Neukauf ansteht meine Frage: Hätte ein besseres Schloß
geholfen, oder ist man bei einer solchen Krafteinwirkung einfach machtlos?
Der Verkäufer im Fachgeschäft deutete so etwas an.
"Ralph Davids" writes:
> Vor zwei Wochen wurde mein Rad gestohlen. Tatwerkzeug vor Ort und
> die Reste meines Abus Bügelschosses legen nahe, dass letzteres durch
> eine ca. zwei Meter lange Metallstange (offensichtlich vom
> benachbarten Gerüstbau) aufgehebelt wurde. Das Schloß hatte
> Sicherheitsstufe 10 von 15.
> Da jetzt ein Neukauf ansteht meine Frage: Hätte ein besseres
Schloß
> geholfen, oder ist man bei einer solchen Krafteinwirkung einfach
> machtlos? Der Verkäufer im Fachgeschäft deutete so etwas an.
Jedes Schloss ist besser gegen manche und schlechter gegen andere
Werkzeuge gefeit. Bügelschlösser können leicht aufgehebelt
werden,
Kettenschlösser können gar nicht aufgehebelt werden. Stahlseile sind
relativ gut gegen Seitenschneider, gehärteter Stahl gegen
Metallsägen.
Wenn du zwei grundverschiedene Schlösser an deinem Fahrrad hast und
beide benutzt, ist die Diebstahlchance noch einmal stark gesenkt.
Für mich wäre ein doppelt abgeschlossenes Rad aber zu schwierig zu
benutzen.
Rolf Mantel
Ralph Davids wrote:
> Da jetzt ein Neukauf ansteht meine Frage: Hätte ein besseres
Schloß
> geholfen, oder ist man bei einer solchen Krafteinwirkung einfach machtlos?
> Der Verkäufer im Fachgeschäft deutete so etwas an.
Gegen eine 2m-Stange? Da hilft nicht viel - es gibt zwar schon
Schlösser, denen ich zutraue, das auszuhalten, aber daß das Rad noch
da
ist, ist ein relativ schwacher Trost, wenn dir bei einem gescheiterten
Aufbruchsversuch Schleifen in Rahmen und Hinterrad geknotet wurden.
Sevo
"Sevo Stille" ist, ist ein relativ schwacher Trost, wenn
dir bei
einem gescheiterten
> Aufbruchsversuch Schleifen in Rahmen und Hinterrad geknotet wurden.
>
> Sevo
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Da kann ich ja froh sein, dass das
Rad weg ist und die Versicherung zahlt. Ansonsten könnte ich wohl sehen,
wo
ich mit meinem Restschrott bleibe.
Das würde aber auch bedeuten, dass ich eine Schloss kaufe, das man nicht
sofort knacken kann, das aber aufgibt, bevor beim Knacken das Rad zerstört
bzw. erheblich beschädigt wird.
Ralph Davids schrieb:
> Vor zwei Wochen wurde mein Rad gestohlen. Tatwerkzeug vor Ort und die Res=
te
> meines Abus B
Thu, 28 Aug 2003 14:53:51 +0200, Patrick G. Stoesser:
> Hier hätte IMO eine NY Chain geholfen.
Bist Du ganz sicher? Kann man nicht die Kette mit dem 2m-Rohr
"aufzwirbelt" und so lange weiterdrehen, bis sie versagt? Vermutlich
nimmt
dabei das angeschlossene Rahmenrohr aber auch Schaden.
Andreas
Ralph Davids wrote:
> Das würde aber auch bedeuten, dass ich eine Schloss kaufe, das man
nicht
> sofort knacken kann, das aber aufgibt, bevor beim Knacken das Rad
zerstört
> bzw. erheblich beschädigt wird.
Das ist das Argument pro Bügelschloss und kontra massive Panzerketten -
letztere ruinieren beim Zusammenziehen fast immer Rahmen und Hinterrad.
Selbst das allerbeste Bügelschloss bricht zwar schneller, wird aber bei
Misserfolg meistens das Rad unversehrt lassen.
Sevo
Andreas Oehler wrote:
> Bist Du ganz sicher? Kann man nicht die Kette mit dem 2m-Rohr
> "aufzwirbelt" und so lange weiterdrehen, bis sie versagt?
Vermutlich nimmt
> dabei das angeschlossene Rahmenrohr aber auch Schaden.
Kann man, wobei der Erfolg davon abhängt, ob eher das Gerüstbaurohr
oder
das Schloss bzw ein Kettenglied versagen - der Rahmen ist dann aber so
oder so hin. Bei teureren Ausstattungen ist das vielen Dieben aber egal
- Ausschlachten lohnt sich auch.
Sevo